Deutsches Baublatt

Alle Zeichen auf Wachstum

Sep 2014

Über unseren Betrieb erschien im Deutschen Baublatt Nr. 375, Juli/August 2014 folgender Beitrag:

Das Hamburger Garten- und Landschaftsbauunternehmen Hartwig Zeidler GmbH profitiert von der grünen Konjunktur

HAMBURG (SR). Eine gute Auslastung und Geschäftslage melden derzeit Betriebe der grünen Branche, heißt es seitens des Bundesverbandes Galabau. Das liege an der Nachfrage nach Privatgärten oder öffentlichen Parkanlagen. Positiv auf die Auftragssituation wirkte sich der milde Winter aus. Mit grü- nem Bauen auf der Überholspur ist derzeit auch das Hamburger Galabauunternehmen Hartwig Zeidler GmbH, das seit 2013 von Carsten Wiese geführt wird. Auch wenn der Galabau-Markt in der Freien und Hansestadt Hamburg hart umkämpft ist, gelang es, innerhalb kürzester Zeit einen deutlichen Auf- schwung zu erzielen.

Eigentlich wären die Arbeiten im Patientenbereich des Bundes­ wehrkrankenhauses im Hamburger Stadtteil Wandsbek deutlich schneller fertig gewesen als gedacht. Doch weil sich die Pläne während der laufenden Baumaßnahme immer wieder änderten und unvorhergesehen Grundwasser nach oben drückte, hat das Galabauunterneh­men Hartwig Zeidler GmbH seit einem Jahr dort stetig zu tun. Zum Hauptauf­trag gehört, ein neues Regenrückhal­tebecken anzulegen. Denn das Regen­wasser soll nicht in das öffentliche Netz gespeist, sondern aufgefangen werden. Ursprünglich war eine Tonabdichtung geplant. Stattdessen muss nun eine Folie für eine Abdichtung sorgen. Damit nicht genug: Ein Überlauf, verschiedene Stau­stufen und Gabionen sind einzubauen. Durch das auftretende Schichtenwasser war ein Bodenaustausch unumgänglich.

Mit Baumaßnahmen, bei denen das Wasser zurückgehalten werden muss, wird das Fachunternehmen stets kon­frottiert,seitdem Geschäftsführer Cars­ten Wiese vor einem Jahr die Firma mit 13 Mitarbeitern übernommen hat. 2014 beschäftigt er bereits 48 Mitarbeiter, darunter 36 gewerbliche, vier Bauleiter, vier Meister und vier Mitarbeiter im Büro. Sogar drei Azubis lernen in dem Betrieb. „Wir haben eine Entwicklung durchlaufen, die ich selbst nie für mög­lich gehalten hätte“, kommentiert Wiese das Wachstum. Sein Rezept: „Ich versuche, das was an Arbeit auf uns zukommt, bestmöglich umzusetzen.“

Carsten Wiese hat natürlich nicht von Null angefangen. Nachdem er selbst lan­ ge als Oberbauleiter und Prokurist tätig war, machte er sich 2011 zunächst selbst­ ständig. Ein Jahr später kam die Anfrage auf ihn zu, dass das Galabauunterneh­men Hartwig Zeidler zum Verkauf steht und einen Nachfolger sucht. Carsten Wiese stieg ein und erfüllte sich damit einen lang gehegten Wunsch. Kurz da­rauf meldeten sich die ersten Mitarbei­ter – und das, ohne dass er auch nur eine Personalanzeige geschaltet hätte. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, 4,2 Millionen Euro Jahresumsatz zu schrei­ben. „Viele fragen sich, wie und ob das gut geht und hinter vorgehaltener Hand glauben manche auch nicht an unseren Erfolg, aber unser Wachstum widerlegt kritische Stimmen. Bis 2015 sind unsere Auftragsbücher voll. Natürlich braucht es auch das gewisse Quäntchen Glück. Unsere Arbeit wird geschätzt, so dass sich aus abgeschlossenen Aufträgen oft Fol­geaufträge ergeben, die wir dann mitaus­führen“, verdeutlicht der Firmenchef. 50 Prozent sind öffentliche Auftraggeber, 25 Prozent Wohnungsbaugesellschaften und der Rest teilt sich auf in Industrie­ und Privatkunden.

Das Wachstum des Unternehmens for­derte inzwischen auch seinen Tribut. Die bisherigen Büros reichten innerhalb kurzer Zeit nicht mehr aus, sodass vor einigen Wochen ein Umzug erfolgte. Noch werden die Räume jedoch gemie­ tet. „Wir wollen nicht abheben, sondern schön auf dem Boden bleiben“, meint Wiese. Worauf er großen Wert legt: Ihm geht es dabei um ein faires Miteinander – ob im Umgang mit der Belegschaft oder seinen Geschäftspartnern. Derzeit übernimmt er selbst noch die Baulei­tung, weil er seine Bauleiter unterstüt­zen will. Dies erfordere einen erhöhten Arbeitseinsatz – das sei keine Dauersitu­ation. So ist geplant, dass er sich aus der Bauleitung langfristig zurückzieht und nur noch einspringt, wenn ein Mitarbei­ter im Urlaub oder verhindert ist. Was er von sich selbst abfordert, gilt in gewis­sem Maß auch für sein Personal: „Ich verlange hundert Prozent Einsatz. Der soll aber dann auch vergütet werden“, ist seine Auffassung. Seine Mitarbeiter verdienen über Tarif entsprechend ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten.

Um die Arbeit stemmen zu können, wurden seither auch Investitionen ange­ stoßen und der bestehende Maschinen­ bestand erneuert. Ein neues Contai­nerfahrzeug mit Ladekran und vier Pritschenwagen wurden angeschafft, um Material und Maschinen befördern zu können. Solche Investitionen leis­tet man sich nicht von heute auf mor­gen. Denn vor der größten Hürde, die jeder Unternehmer gerade am Anfang meistern muss, ausreichend Kapital auf­zubringen, blieb auch Carsten Wiese nicht verschont. Doch er konnte auf die Unterstützung der Zeppelin Niederlas­sung Hamburg und Verkäufer Michael Otto zählen. Ihn hatte er auf der letzten Fachmesse Galabau in Nürnberg ken­nengelernt. Dabei stand Cat erst nicht auf seiner Einkaufsliste. Doch letztlich hätte er mit Cat und Zeppelin den passenden Partner gefunden. „Ich will einen Anbieter“, ist seine Philosophie. So können die verschiedenen Anbauge­räte durchgetauscht werden. Das belegt der Maschinenbestand, der aus drei Cat Radladern 907H2 und den Kurzheck­baggern 303.5ECR, 305ECR, 308ECR sowie dem Mobilbagger M315D besteht. Sie sind alle mit GPS ausgestattet, haben einen Schnellwechsler und eine Zent­ralschmieranlage. Ihre durchgehende Auslastung ist bedingt durch die Auf­tragslage gewährleistet.